Slow Beauty: Das kleine 1 x 1 der Naturkosmetik

 

Naturkosmetik, wo fange ich an?

Naturkosmetik ist zur Zeit voll im Trend. Und es sprechen viele Gründe dafür seine Kosmetik selber herzustellen. Das coole ist, das du weder eine ChemikerIn sein, noch ein Labor besitzen musst. Doch bei der riesigen Auswahl an Zutaten und Rohstoffe ist es nicht grade leicht, den Überblick zu behalten. Aus dem Grund habe ich dir die wichtigsten Grundlagen, für die Herstellung deiner eigenen Kosmetik aufgelistet. Mir persönlich helfen sie immer zur Vorbereitung und als Nachschlagwerk, falls ich neue Produkte ausprobieren möchte.

 

Noch ein kleiner Tipp bevor es los geht:

Wenn du dich genauso wie ich grade erst am Anfang deiner natural skincare journey befindest, sollten vier bis fünf hochwertige Inhaltsstoffe ausreichen. Mit einem deiner Hauttypentsprechenden Basisöl, einer Pflanzenbutter und etwas Heilerde kannst du schon eine komplette Pflegeserie für dich Herstellen.

 

Wichtig: Achte bei der Herstellung deiner Hautpflege darauf, dass nur natürliche und, wenn möglich, pflanzliche Zutaten verwendet werden. Zum Beispiel können ätherische Öle die von Pflanzen aus konventionellem Anbau gewonnen werden, Pestizidrückstände enthalten und dadurch allergische Reaktionen auslösen. Deshalb sind vor allem Öle aus kontrolliert-biologischem Anbau (kbA) für die innerliche und äußerliche Anwendung vorzuziehen.

 

Nun dann, Viel Spass beim Vorbereiten!

 

 

 

Basisöle- oder Trägeröle

Die Basisöle sind rein pflanzliche Naturprodukte und bilden wie der Name schon vermuten lässt die Grundlage unserer selbst gemachten Kosmetik. Vor allem dienen sie perfekt zur Verdünnung ätherische Öle und sollten möglichst nativ, kalt gepresst und idealerweise << Bio<< sein. Nur bei schonender Kaltpressung bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe weitgehend erhalten, bei raffinierten Sorten werden durch die starke Erhitzung wertvolle Vitamine und ungesättigte Fettsäuren zerstört.  

Im folgenden findest du eine Auswahl beliebter Öle, die leicht in Biomärkten oder Reformhäusern erhältlich sind.:

Aprikosenkernöl – Arganöl 

Avocadoöl – Aloe-vera Öl

JojobaölKokosöl

Mandelöl – Olivenöl

Sesamöl 

Wirkstoff- und Samenöle

Wirkstoff- und Samenöle werden vor allem durch ihren stark regenerierende Effekt hoch angepriesen.

Sie werden in Anti- Aging Produkten empfohlen und und sollten auch nicht in unserer selbst gemachten Skincare fehlen.

Achtung: Aufgrund ihrer hohen Empfindlichkeit sollten immer mit einen großen Anteil an Basisölen ausgeglichen werden.

Hier eine kleine Auswahl:

Calendualöl

Hanföl

Nachtkerzenöl

Wildrosenöl

 
Ätherische Öle

Ätherische Öle sind (duftende) und vor allem hoch konzentrierte pflanzliche Inhaltsstoffe.

Sie sind  aufgrund ihrer auffälligen Wirkung auf Körper und Psyche bekannt und sollten darum mit Vorsicht eingesetzt werden.

Wichtig: Verdünnt ätherische Öle immer mit einem Basisöl, und NIE direkt auf die Haut auftragen. Dies kann ansonsten zu Reizungen der Haut oder Atemwege führen.

Hier eine Kleine Auswahl:

Grapefruit

Lavendelöl

Minzöl

Orangenöl

Rosenöl

 
Blütenwasser (Hydrolat)

Das Hydrolat ist ein duftendes Wasser, das bei der Wasserdampfdestillationübrig bleibt. Es enthält wasserlösliche Stoffe der pflanze Spuren ätherischer Öle.

Aus dem Grund enthalten sie ähnliche Eigenschaften wie ihre entsprechenden Öle und sollen darüber hinaus vor allem hautfreundlich, pflegend, kühlend, adsringierend (zusammenziehend), entzündungshemmend und leicht desinfizierend sein.

Reine Blütenwasser enthalten weder Alkohol noch Konservierungsmittel und lassen sich so als Toner anwenden oder dienen als Grundlage für  Cremes, Lotionen und Intimpflege.  Da Reine Blütenwasser aber durch ihre begrenzte Haltbarkeit bekannt ist, enthalten sie oftmals einen Anteil Alkohol zur Konservierung. Kommt noch Wasser hinzu kann man auch die Haltbarkeit des Gesamtpruduktes verlängern. 

Oftmals empfohlen werden:

Hammamelishydrolat

Rosenhydrolat

 
Konsistenzgeber

Konsistenzgeber gehören nicht zu den flüssigen Inhaltsstoffen. Sie sind eher dafür da, Balms,Cremes und Lotionen die gewünschte dicke zu verleihen.

Hier ein paar Konsistenzegber:

Kakaobutter

Mangobutter

Sheabutter

 
Feuchtigkeitsspender

Feuchtigkeitsspender helfen, den Wasserhaushalt langfristig wieder in Lot zu bringen. Das Ergebnis: smooth hair, strahlender Teint und Energie <3

Hier die Auswahl:

Aloe Vera

Pflanzliches Glyzerin

Honig

 
Tonerde

Tonerde sind feine, mineralische Puder die vor allem durch Ihre hohe Bindungsfähigkeit überschüssiges Fett, Talg, Wundsekrete und andere Flüssigkeiten sowie darin gelöste und anhaftende Stoffe und Bakterien binden. Daher dienen sie perfekt als Grundlage für Masken und zur Reinigung generell.

Hier ein paar Varianten:

weiße Tonerde (Kaolin)

grüne Tonerde

Bentonit

Rhassoul

Heilerde

 
Frische Zutaten 

Zu den Frischen Zutaten gehören alle Mögliche Rohstoffe die unverarbeitet genutzt werden. Zum Beispiel Obst,Gemüse, Honig und Joghurt.

Darauf solltest du besonders achten:

Bioqualität

Nur saison verfügbare Obst und Beeren sollten aus der Tiefkühltruhe genommen werden.

Produkte möglichst aus der Region.

Obst das unreif geentert und aus dem andere Ende der Welt transportiert wird, hat auf dem Transport schon zu viele Nährstoffe verloren.

Generell: Je frischer, desto besser.

 
Emulgatoren

Emulgatoren sind Mischstoffe und dienen dazu zwei nicht miteinander mischbare Flüssigkeiten wie zum Beispiel Öl und Wasser zu vermengen und stabilisieren (Emulsion).

Wenn wir also zum Beispiel Stoffe wie Pflanzenbutter und Öl miteinander vermengen wollen, brauchen wir in manchen Fällen Emulgatoren.

 

Vieleitig einsetzbar und einfach zu handhaben:

Lamecreme

Lyolecithin

 
Tenside und Gelbinder

Tenside und Gelbinder benötigt man für die Herstellung von Duschgelen, sie verleihen der Basisflüssigkeit die richtige Konsistenz.

Hie ein paar unbedenklich natürliche Produkte:

Plantapon

Xanten transparent

 
Konservierungsstoffe

Bekannt als größter Über der konventionellen Kosmetik, dienen Konservierungsstoffe zur Verlängerung der Haltbarkeit von Kosmetik Produkten. Das heisst aber nicht das Konservierung im allgemeinen ein Gesundheitsrisiko darstellt.

Da einige Rezepturen frische Lebensmittel oder Wasser enthalten, müssen sie aufjedenfall haltbar gemacht werden, um die Vermehrung von Bakterien Pilze und verderben des Produktes zu vermeiden.

Ein sorgsam ausgewähltes und gut dosiertes Konservierungsmittel ist in jedem Fall gesundheitlich unbedenklicher als ein Pflegeprodukt, das von Keimen oder Schimmelpilzen befallen ist.

Auch hier gilt: Umso natürlicher umso besser

 

Von daher folgende Auswahl:

Alkohol 95%  – Im Hydolatanteil 12%

Vitamin E

Grün Tee antioxidant  

 
Haltbarkeit

Faustregel der Haltbarkeit:

Masken frische Lebensmittel – mindestens 1 Woche haltbar

Tipp: Wenn du frische Zutaten benutzt, dann bediene dich gerne an Zutaten mit einer möglichst langen Haltbarkeit.

Produkte mit bestimmten Anteil an Wasser – 2 Wochen haltbar gekühlt

Rezepturen nur aus Pflanzenölen und Buttern – bis 1 Jahr Haltbar

 

Um jedoch möglichst wenig Konservierungsmittel einsetzen zu müssen, spielen neben der Konservierung noch andere Faktoren eine wichtige Rolle um eine längere  Haltbarkeit eines Produktes sicherstellen zu können.

Wie zum Beispiel die Farbe der Behälter oder die Wahl der Aufbewahrungsflaschen.

Hierzu werde ich aber noch einen ausführlicheren Beitrag zu teilen.

Den findest du bald unter 10 Hacks um die Haltbarkeit deiner Produkte sicherzustellen.

 
Lagerung: 

Für kalt gepresste Öle, solltest du Aufbewahrungsgläser in dunklen Farben bevorzugen.

Verwendung von kleinen Mengen die sich schnell verbrauchen lassen.

Angebrochene Flaschen an kühlen und lichtgeschützten Ort aufbewahren.

Für Toner oder Hydrolate Sprühkopf verwenden damit kein Sauerstoff in die Flaschen kommt.

Wenn ohne Alkohol konserviert, wird innerhalb von 6 Wochen nach öffnen der Flasche verbrauchen.

Pulvrige Ausgangstoffe wie Tonerde oder Vitamin E in festverschließbaren Behältern bewahren und trocken und kühl lagern in einem gut durchlüfteten Ort.

Übrig gebliebene Mengen in kleinen Portionen einfrieren, falls auf Alkohol verzichtet werden muss- aufgrund empfindlicher Haut. 

 
Hygiene:

Ein keimfreies Arbeiten in der Produktion ist die wichtigste Voraussetzung für ein hochwertiges Produkt. Auch die Haltbarkeit wird durch die Beachtung hygienischer Bedingungen bei der Herstellung bestimmt:

Je sauberer Arbeitsplatz und Equipment, desto länger sind die Produkte verwendbar.

 

Hier ein paar Hacks:

Entnehme Creme mit einem Spaten, dann bleibt es länger haltbar.

Pumpspender für feinere Auftragung benutzen, denn durch Finger können Keime in die Creme gelangen die so auf unsere Haut übertragen werden , sowohl bei sleberhergestellten oder gekauften Artikeln!

Tiegel und Flasche mit heißem Wasser  oder Weingeist schwenken, bevor es mit Produkten gefüllt wird. So werden Keime im Behälter reduziert. 

Zu guter Letzt:

Equipment und Arbeitsfläche mit Alkohol reinigen. Zum Beispiel mit Weingeist einsprühen und nach 1 Minute mit einer Küchenrolle auswischen und Los gehts!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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