Minimalismus: Mainstream, Privilegien und Race

Hast du dich jemals mit dem Thema Minimalismus auseinandergesetzt? Falls ja, ist dir womöglich schon aufgefallen, dass Schwarze Menschen kaum in der Bewegung präsent sind.  

Wenn ich durch Social Media Plattformen wie Instagram scrolle, fällt mir schnell auf, dass die meisten InflucencerInnen in der Minimalismus Szene weiß oder ostasiatischer Abstammung sind.

Der Japanische Minimalismus hat seinen Ursprung aus der Zen und buddhistischen Tradition.

Zu den bekanntesten Autoren in der Bewegung gehören – Marie Kondo, Joshua Fields, Joshua Becker und Fumo Sasaki.

Minimalismus war für mich eine Nische, in der ich mich als Schwarze Person nie repräsentiert gefühlt habe. Es fiel mir schwer mich mit dem Begriff Minimalismus zu identifizieren. Aber Warum ?

Mainstream Minimalismus

Mainstream Minimalismus beschreibt diese Art von Minimalismus, in der die eigene Selbstdarstellung in Social Media Kanälen im Vordergrund steht. Es ist der Minimalismus der an Pinterest und Skandinavischen Designer Möbeln erinnert.

Im Mainstream Minimalismus wird meistens nur ein Teil der Gesellschaft abgebildet: Weiß, gutverdienend und privilegiert genug sich für weniger zu entscheiden.

Es ist ein Minimalismus der nur das schöne Leben suggeriert, eine bestimmte gesellschaftliche Gruppe anspricht und nichts mehr mit der Realität zutun hat. Ziemlich gefährlich, weil hier ein Ideal geschaffen wird, der nicht für jeden realisierbar ist.

Mainstream Minimalismus verschafft uns ein verzerrtes Bild des eigentlichen Minimalismus und weicht stark von der Grundidee der Bewegung ab. 

Privileg 

,,Wie schön ist eine leere Wohnung, wenn man sich keine Möbel leisten kann?“

Mit dieser Frage leitet Silvia Follmann ihren Artikel: Minimalismus – Lifestyle für Rich Kids und beschissene Realität für viele andere ein.

Folgendes kann man nicht bestreiten: Sich für den minimalistischen Lebensstil zu entscheiden, ist und bleibt ein Privileg.

Es ist ein Privileg die Wahl haben zu können, weniger zu besitzen. Es ist keine Selbstverständlichkeit. Denn es gibt Menschen die wenig besitzen, weil sie sich nicht mehr leisten können. 

Race

,,Können marginalisiert Menschen einen minimalistischen Lebensstil anstreben?“

Minderheiten haben es nicht einfach, in einer ungleichen Gesellschaft Fuß zu fassen. Materieller und finanzieller Wohlstand sind für viele der einzige Weg, gesellschaftliche Anerkennung und Akzeptanz erreichen zu können. Erklärt Joshua Baker auf seinem Blog becomingminimalist.com

Ich verstehe es auch so: Besitztümer und materielle Statussymbole bieten Minderheiten oft die einzige Möglichkeit, den eigenen sozialen Status aufzuwerten und sich von negativen Vorurteilen zu befreien.

Wenn ich mich als Schwarze Person in einer weißen Mehrheitsgesellschaft dazu entscheide, einfacher zu leben und weniger zu besitzen, riskiere ich womöglich auf das ,,wenige“ reduziert zu werden.

Schwarz und MinimalistIn?

Schwarz und MinimalistIn sein?

Passt irgendwie nicht so zusammen. Habe ich zu mindestens geglaubt.   

 

Teil II gibt es Morgen. 

 

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Links und Quellen zum Beitrag:

What is a black minimalist? Yolanda Acree

 

 

 

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